Acrevis Bank: Generalversammlung genehmigt Fusion mit Regiobank Männedorf und tiefere Dividende

Patrick Vogler löst Stephan Weigelt als VRP ab

0
451
Der neue VR-Präsident Patrick Vogler (2.v.l.) mit seinem Vorgänger Stephan Weigelt sowie CEO Michael Steiner und GL-Mitglied Ursula Gomez. Bild: zvg

An der diesjährigen Generalversammlung der Acrevis Bank AG in St. Gallen haben die Aktionärinnen und Aktionäre sämtliche Anträge des Verwaltungsrats gutgeheissen. Neben der Genehmigung von Jahresbericht und Jahresrechnung 2025 stand insbesondere die geplante Übernahme der Regiobank Männedorf im Fokus. Rund 2’700 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen an der Veranstaltung teil und stimmten der Auszahlung einer um 2 CHF reduzierten Dividende von 38 CHF je Aktie zu.

Übernahme der Regiobank Männedorf beschlossen

Ein zentrales Traktandum war die Übernahme der Regiobank Männedorf (RBM). Bereits am Donnerstag hatten die Aktionärinnen und Aktionäre der RBM nach einer kontroversen Diskussion der Fusion zugestimmt. Nach dem Ja beider Generalversammlungen wird das Marktgebiet der Acrevis Bank nun gezielt am Zürichsee erweitert. Der Standort Männedorf bleibt erhalten, alle Mitarbeitenden werden weiterbeschäftigt, betonen beide Banken. Der Vollzug der Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der FINMA-Genehmigung.

Wachstum in den Kerngeschäften

Operativ entwickelte sich die Bank im Geschäftsjahr 2025 solide. Die Kundenausleihungen stiegen um 2,2% auf 4,2 Mrd. CHF, das Depotvolumen legte um 7,9% auf 6,4 Mrd. CHF zu. Auch die Kundeneinlagen (+3,1% auf 3,8 Mrd. CHF) sowie die Assets under Management (+6,4% auf 10,4 Mrd. CHF) nahmen weiter zu. Die Ausleihungen sind zu 91,3% durch Kundengelder gedeckt.

Gewinn geht um 4,1% zurück

Trotz des Wachstums wirkte sich das herausfordernde Zinsumfeld negativ auf die Ertragslage aus. So reduzierte sich der Brutto-Zinserfolg um 12,2% auf 46,7 Mio. CHF. Hingegen stiegen die Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 5,5% auf 28,8 Mio. CHF. Obwohl der Geschäftsaufwand mit 52,2 Mio. CHF um 1,9% tiefer als im Vorjahr ausfiel, wirkte sich der rückläufige Zinsertrag negativ auf das operative Ergebnis aus.

Der Geschäftserfolg erreichte nur noch 29,6 Mio. CHF, was einer Abnahme von 5,8% entspricht. Auch der Reingewinn sank um 4,1% auf 21,6 Mio. CHF. Die Aktionärinnen und Aktionäre genehmigten zudem die vom Verwaltungsrat beantragte Dividende von 38 CHF je Aktie (Vorjahr: 40 CHF). Mit einer Kapitalquote von 19,2% weist die Bank weiterhin eine solide Eigenmittelausstattung auf.

Wechsel im Verwaltungsrat

Im Verwaltungsrat kam es zu Veränderungen: Präsident Stephan Weigelt trat zurück. Neu übernimmt Patrick Vogler das Präsidium. Vogler ist seit 2022 Mitglied des Verwaltungsrats und übt weitere Mandate in Verwaltungs- und Stiftungsräten im Finanz-, Immobilien- und Hotelleriebereich aus. Er war von 2008 bis 2022 in leitenden Funktionen, zuletzt als CEO, bei der Grand Resort Bad Ragaz AG tätig. Zudem wurde Marco Gehrig, Professor für Accounting und Controlling an der Ostschweizer Fachhochschule OST, neu in das Gremium gewählt.

In den letzten drei Jahren ist der Kurs der Acrevis-Aktie um rund 20% gestiegen. Chart: otc-x.ch

Die Aktien der Acrevis Bank AG werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 1’545 CHF für eine Aktie bezahlt. Die Dividendenrendite beträgt auch nach der Reduktion weiterhin attraktive 2,4%.

Kommentar verfassen