
Der Schweizer auf erneuerbare Energien fokussierte Stromproduzent Aventron hat seine Anteile am norwegischen Wasserkraftgeschäft verkauft und zieht sich damit vollständig aus Norwegen zurück. Dies geht aus einer Medienmitteilung von Aventron hervor. Künftig konzentriert sich das Unternehmen auf die fünf Kernmärkte Schweiz, Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien.
Portfolio wird geografisch gebündelt
Mit dem Verkauf setzt Aventron seine strategische Neuausrichtung fort. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die beiden norwegischen Windparks veräussert. Seit dem Markteintritt 2014 hatte Aventron in Norwegen ein Portfolio von 42 Wasserkraftwerken mit einer installierten Leistung von 143 MW aufgebaut.
Als Grund für den Rückzug nennt das Unternehmen unter anderem die anhaltend tiefen Strompreise in Norwegen. Gleichzeitig sieht Aventron in ihren Kernmärkten bessere Wachstumschancen, insbesondere durch die zunehmende Elektrifizierung des Energieverbrauchs.
Fokus auf Projekte in der Schweiz
Eine besondere Rolle spielt künftig die Schweiz. Aventron entwickelt hier unter anderem die alpinen Photovoltaikanlagen Sidenplangg mit 8,1 MW und Sedrun Solar mit 18,3 MW sowie den Windpark Sur Grati im Kanton Waadt mit 25,2 MW.
«Mit dem Verkauf restrukturieren wir unser Portfolio und setzen unsere Mittel dort ein, wo wir Projekte effizient entwickeln und langfristig betreiben können», sagt CEO Eric Wagner. Im Fokus stünden Projekte, die zusätzliche einheimische Stromproduktion ermöglichen und einen Beitrag zur Winterversorgung leisten. Angaben zum Verkaufserlös wurden in der Medienmitteilung nicht gemacht. Im Januar kündigte Aventron an, eine Zusammenarbeit mit Swisspower Renewables zu prüfen.

Die Aktien von Aventron werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 6.55 CHF für eine Aktie bezahlt. Seit Jahresbeginn haben die Aktien rund 7% verloren.





