Komax: Klar weniger verdient – Besserung in zweiter Jahreshälfte erwartet

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Der Maschinenhersteller Komax leidet 2019 nach den hohen Ergebnissen im Jahr davor unter der Schwäche auf dem Automobilmarkt. Wie bereits bekannt, erzielte die Gruppe im ersten Halbjahr weniger Umsatz und ein deutlich tieferes Betriebsergebnis. Wenig überraschend brach auch der Gewinn ein. In der zweiten Jahreshälfte ist Besserung in Sicht.

Der Gewinn des ersten Halbjahres sank um 62% auf 10,7 Mio. CHF, wie es in der Mitteilung vom Dienstag hiess. Bereits Anfang August liess die Gruppe verlauten, dass das Betriebsergebnis auf Stufe EBIT um 54% auf 16,4 Mio. CHF und die Marge auf 8,0 von 15,1% abgenommen hätten.

Gründe für den Einbruch waren einerseits hohe Investitionen in die Forschung und Entwicklung und andererseits die Schwächephase in der Automobilindustrie, wo Komax über 80% des Umsatzes erwirtschaftet. Dieser ging im Halbjahr um 14% auf 203,3 Mio. CHF zurück, während die Bestellungseingänge um beinahe einen Fünftel auf 206,7 Mio. abnahmen. Auch davor hatte die Firma gewarnt.

Rückgang mit Ansage

Auf die Nachfrage aus der Autobranche drückten etwa der Handelskonflikt zwischen den USA und China, das neue Abgas- und Verbrauchsprüfverfahren (WLTP) und die Unsicherheiten um den Brexit. Dadurch übten sich die Kunden in Zurückhaltung und zögerten Investitionsprojekte hinaus, hiess es. All das hatte sich bereits im März abgezeichnet. Damals hatte Komax anlässlich der Bilanzmedienkonferenz darauf hingewiesen, dass die Bestellungen zurückgehen dürften.

Den stärksten Umsatzrückgang verzeichnete Komax in der grössten Region Europa, wo die Verkäufe um einen Fünftel zurückgingen. Aber auch die Märkte Asien und Afrika mit Umsatzrückgängen von jeweils gut 18% waren klar rückläufig. Gut entwickelten sich dagegen sowohl Nord- als auch Südamerika, wo Komax im Umsatz insgesamt um 7,5% zulegen konnte. Einen Beitrag dazu hatte die Übernahme der US-Firma Artos Engineering geleistet.

Komax möchte die Präsenz auf den Weltmärkten auch in Zukunft weiter ausbauen und damit in einzelnen Regionen näher an die Kunden heranrücken. So wird das Unternehmen zum Beispiel in Thailand künftig mit einer eigenen Gesellschaft präsent sein.

Weiterhin hohe Investitionen

Gleichzeitig investiert Komax stark in die Forschung und Entwicklung, um die Technologieführerschaft auszubauen, wie es hiess. Insgesamt 19,7 Mio. CHF oder knapp einen Zehntel des Umsatzes wendete man im ersten Halbjahr dafür auf. Das war nur unwesentlich weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Investiert wurde etwa in die Produktion und die Entwicklung in Rumänien, der Schweiz, Deutschland und Ungarn. In anderen Bereichen sei dagegen gespart worden, so Komax.

Mit Blick auf die zweite Jahreshälfte gibt sich Komax etwas zuversichtlicher: Sowohl beim Bestellungseingang als auch beim Umsatz und EBIT werde man besser als in den ersten sechs Monaten abschneiden, bekräftigte die Gruppe die früheren Aussagen. Neu sind die Jahresprognosen zum Umsatz und der Marge: Beim Umsatz wird ein Bereich von 415 bis 430 Mio. CHF (2018: 480 Mio.) und bei der Marge von 8 bis 9% (14,0%) angestrebt.

Positiv bleibt Firmenchef Matijas Meyer bezüglich den mittelfristigen Aussichten. In der Mitteilung zeigt er sich davon überzeugt, dass es für Komax mit Blick auf den anhaltenden Trend zur Automatisierung in den kommenden Jahren viel Wachstumspotenzial geben werde.

Die Aktien von Komax sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 172.40 CHF für eine Aktie gezahlt.

mk/jb

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