
Die Bank Brienz-Oberhasli (BBO) ist mit einem stabilen ersten Halbjahr ins Jubiläumsjahr gestartet – die Zahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen, trotz eines volatilen Marktumfelds. Im Kerngeschäft der Kundenausleihungen wuchs das Volumen um 1,3% gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025. Den grössten Anteil daran hatte das Hypothekargeschäft, dessen Bestand um 1,2% auf 578.0 Mio. CHF zulegte. Daneben stiegen auch die übrigen Forderungen gegenüber Kunden – Kredite, die nicht durch eine Hypothek gedeckt sind – um 2,2%, was einem Plus von 1.1 Mio. CHF entspricht.
Auf der Passivseite entwickelten sich die Kundengelder gegenläufig: Sie gingen im gleichen Zeitraum um 1,9% auf 486.9 Mio. CHF zurück. Insgesamt weist die Bank damit eine Bilanzsumme von knapp 747.0 Mio. CHF aus.
Starkes Ergebnis
Der Geschäftserfolg der Bank stieg im ersten Halbjahr um 6,3%. Wichtigster Treiber war das Zinsengeschäft – der Erfolg auf Netto-Ebene legte um 5,0% auf 4.26 Mio. CHF zu. Auch das Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft entwickelte sich positiv, mit einem Plus von 7,8% auf 497’000 CHF. Besonders auffällig ist der Erfolg aus dem Handelsgeschäft, der sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 von 90‘000 CHF auf 177‘000 CHF nahezu verdoppelte.
Unter dem Strich resultierte daraus ein Gewinn von 300’000 CHF, eine deutliche Verbesserung (+20,0%) gegenüber dem ersten Halbjahr 2025, trotz eines gestiegenen Geschäftsaufwands (+12,8%).
Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen
Eine Kapitalerhöhung wurde an der 175-jährigen Jubiläums-Generalversammlung beschlossen und im ersten Halbjahr erfolgreich umgesetzt. Insgesamt handelt es sich um 5.8 Mio. CHF frisches Eigenkapital für die Bank, wovon 662’960 CHF aus neuem Aktienkapital besteht und rund 5.1 Mio. CHF in die gesetzlichen Kapitalreserven eingelegt wurden. Ziel dieser Kapitalerhöhung sei es laut Bankleiter Josef Zemp, die Voraussetzungen für neues Wachstum zu schaffen und gleichzeitig die langfristige Unabhängigkeit der Bank zu sichern. Zudem wollte man auch die Liquidität erhöhen und neue Aktionäre gewinnen.
Positive Entwicklungen bei der neuen «Kaspar&BBO»App
Entwickelt zusammen mit dem App-Partner Kaspar& hat die BBO mit der «Kaspar&BBO»-App eine moderne digitale Spar- und Anlagelösung eingeführt, die im Frühjahr 2026 lanciert wurde. Kundinnen und Kunden können darüber unkompliziert ihr Vermögen verwalten und über digitale Anlagemöglichkeiten sparen. Das neue Angebot zeige sich laut Bankleiter Josef Zemp bisher «sehr positiv». Die App stehe zentral im Ethos des Unternehmens, um «innovative Lösungen mit persönlicher Beratung und regionaler Nähe zu verbinden».
Mit Stolz auf ihre 175-jährige Tradition und Optimismus für die Zukunft setzt die BBO Bank weiterhin konsequent auf ihre regionale Verwurzelung und möchte mit Kompetenz und Nachhaltigkeit ihre Kundschaft begleiten.

Die Aktien der BBO Bank Brienz-Oberhasli werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 190 CHF für eine Aktie bezahlt.
Hinweis in eigener Sache: Am 1. September 2026 findet in Bern der Branchentalk Banken statt. Im Fokus steht die «Nächste Generation Banking». Mehr Infos hier.





