Regiobank Solothurn: Stabiles Halbjahresergebnis, Baubeginn des Neubauprojekts in Grenchen

Halbjahresgewinn bleibt mit 5.01 Mio. CHF nahezu unverändert

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Der Hauptsitz der Regiobank befindet sich in Solothurn. Bild: Regiobank Solothurn

Die Regiobank Solothurn (RSO) verzeichnete ein stabiles Ergebnis im ersten Halbjahr 2026. Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2,06% auf 3.74 Mrd. CHF, was primär auf das Hypothekar- und Kreditgeschäft zurückzuführen ist. Das Kerngeschäft ist entsprechend um 1,56% auf 3.03 Mrd. CHF gewachsen – die Kundenausleihungen erhöhten sich um 46.48 Mio. CHF.

Auf der Passivseite entwickelten sich die Kundengelder positiv und wuchsen um 72.47 Mio. CHF (+2,73%) auf 2.73 Mrd. CHF. Der im November 2025 eröffnete Beratungsstandort in Olten wird von der Kundschaft gut angenommen; die Bank spürt «einen erfreulichen Zulauf neuer Kundinnen und Kunden aus der Region» an diesem neuen Standort.

Zudem legte das Eigenkapital (inkl. Halbjahresgewinn) leicht zu, um 0,68% auf 303.17 Mio. CHF. Bemerkenswert ist der Wert der Kundendepots: Dieser stieg um 22,9% auf 2.1 Mrd. CHF. Dies ist ein deutliches Signal für den Erfolg der Anlageberatung der Bank.

Zinsgeschäft lässt konjunkturbedingt nach

Der Nettoerfolg aus dem Zinsengeschäft ist um 4,5% auf 18.8 Mio. CHF zurückgegangen. Wie bei anderen Regionalbanken drückte das tiefe Zinsumfeld auf das Resultat. Die Nachfrage nach Finanzierungen und Krediten bleibt jedoch hoch.

Ein Teil des Rückgangs konnte durch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft kompensiert werden, das im ersten Halbjahr um 12,8% zulegte. Die steigende Nachfrage nach persönlicher Beratung sowie die positiven Entwicklungen der im Vorjahr lancierten Immobiliendienstleistungen trugen zu diesem Resultat bei.

Der Geschäftsaufwand blieb trotz gezielter Investitionen in die Zukunftsfähigkeit mit 13.39 Mio. CHF stabil. Insgesamt verblieb ein Halbjahresgewinn von 5.01 Mio. CHF. Dieser liegt 0,22% unter dem Vorjahreswert.

Neubauprojekt Grenchen

Am 10. August beginnt die zweijährige Bauphase des Neubaus in Grenchen. Mit dem Projekt, das rund 20 Mio. CHF kostet, eröffnet die RSO eine neue Geschäftsstelle und schafft zusätzlich 28 Mietwohnungen. Die Räumlichkeiten in der alten Filiale in Grenchen waren laut Geschäftsführer Markus Boss auf Anfrage von schweizeraktien.net «nicht mehr optimal», was den Entscheid zum Neubau begründete. Der Neubau hat strategische Bedeutung: Er schafft lokale Präsenz für die Privat- und Firmenkunden und ermöglicht gleichzeitig die Expansion in einer der beiden Randregionen, in denen die Marktdurchdringung noch tiefer, aber das Wachstumspotenzial überdurchschnittlich ist.

Die Mietwohnungen, die zukünftig von der Bank verwaltet werden, sind eine «willkommene Ergänzung» des Neubaus, so Boss.

Kursverlauf der Regiobank Solothurn seit August 2025. Chart: otc-x.ch

Die Aktien der Regiobank Solothurn werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 1’400 CHF für eine Aktie bezahlt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um 6,7% zugelegt

Hinweis in eigener Sache: Am 1. September 2026 findet in Bern der Branchentalk Banken statt. Im Fokus steht die «Nächste Generation Banking». Mehr Infos finden sie hier.

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