Clientis Banken: Gewinn steigt trotz anspruchsvollem Umfeld um 6,7%

Bankengruppe mit Vermögensverwaltung erfolgreich

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Matthias Liechti, CEO der Clientis AG, äussert sich zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2026: «Unsere starke regionale Verankerung und das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden
bilden die Grundlage unseres Erfolgs. Die Clientis Banken konnten im ersten Halbjahr 2026 erneut nachhaltig wachsen, ein erfreuliches Ergebnis erzielen und ihre finanzielle Stärke weiter ausbauen». Bild: zvg

Für die 14 Regionalbanken der Clientis Gruppe lief es im 1. Halbjahr 2026 in einem herausfordernden Umfeld überraschend gut. Diesen Schluss lässt jedenfalls der kürzlich präsentierte Halbjahresabschluss der Bankengruppe zu. Denn der Gruppengewinn konnte gegenüber dem Vorjahr um 6,7% auf 33.5 Mio. CHF gesteigert werden. Dies ist vor allem auf einen höheren Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft zurückzuführen. Aber auch im indifferenten Geschäft wuchsen die Banken dank des Ausbaus im Vermögensverwaltungsgeschäft.

Mehr Hypotheken und Kundengelder

Die Bilanzsumme der Gruppe erhöhte sich im ersten Semester 2026 um 1,6% auf 15.7 Mrd. CHF. Die Ausleihungen stiegen um 1,5% auf 12.9 Mrd. CHF. Das Kerngeschäft mit Hypothekarkrediten legte um 1,7% auf 12.4 Mrd. CHF zu. Etwas stärker als die Ausleihungen nahmen die Kundengelder zu: Sie stiegen um 2,1% auf 11.1 Mrd. CHF. Damit können die Clientis Banken 85,7% der Ausleihungen durch Kundengelder finanzieren.

Geschäftsertrag steigt um 5,1%

Der Geschäftsertrag erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 um 5,1% auf 106.9 Mio. CHF. Im wichtigen Zinsengeschäft nahm der Netto-Erfolg um 3,7% auf 79.5 Mio. CHF zu, während der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft um 2,8% auf 77.5 Mio. CHF stieg.

Noch deutlicher ist mit einem Plus von 10,9% auf 14.9 Mio. CHF der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft gestiegen. Diese Entwicklung spiegle den Ausbau der Vermögensverwaltung bei den Clientis Banken wider, heisst es in einer Medienmitteilung.

Geschäftserfolg legt um 5,5% zu

Der Geschäftsaufwand erhöhte sich im ersten Semester 2026 um 5,1% auf 61.5 Mio. CHF. Treiber war der um 4,3% höhere Personalaufwand von 35.2 Mio. CHF, was auch mit dem Ausbau des Personalbestands begründet wird. Der Sachaufwand nahm aufgrund von IT-Investitionen in ein modernes Digital Banking um 6,3% auf 26.4 Mio. CHF zu.

Durch den höheren Geschäftsertrag konnte der gestiegene Geschäftsaufwand jedoch kompensiert werden. Der Geschäftserfolg verbesserte sich um 5,5% auf 38.8 Mio. CHF. Unter dem Strich verblieb ein Gruppengewinn von 33.5 Mio. CHF, ein Plus von 6,7% gegenüber dem Vorjahresergebnis.

Eigenkapital wird weiter gestärkt

Der Gewinnanstieg führte auch dazu, dass das Eigenkapital der Gruppe im ersten Halbjahr 2026 um 1,5% auf 1.46 Mrd. CHF gestärkt werden konnte. Die Gesamteigenmittelquote von 20,7% und die Leverage Ratio von 9,0% lagen deutlich über den regulatorischen Anforderungen von 12,64% respektive 3,0%. Die durchschnittliche kurzfristige Liquiditätskennzahl (LCR) lag bei 173,8%.

«Diese Kennzahlen bestätigen die starke Kapitalbasis, die hohe Liquidität und die finanzielle Stabilität der Clientis Gruppe», schreibt Clientis in ihrer Medienmitteilung.

Weitere Investitionen ins Digital Banking

Die Clientis Banken haben im ersten Halbjahr 2026 weiter in den Ausbau ihrer Digital-Banking-Lösungen investiert. Im Zentrum stehe die Einführung des neuen Digital Bankings, das den Kundinnen und Kunden schrittweise zur Verfügung gestellt werde, so Clientis.

«Die neue Lösung bietet ein modernes, sicheres und intuitives Nutzungserlebnis mit ausgebauter Mobile App, gleichem Login sowie neuen Funktionen wie Multi Banking, Instant Payments und Budgetplanung», beschreibt die Bankengruppe in ihrer Medienmitteilung das Angebot. Damit stärke Clientis die digitale Serviceplattform der Banken.

Als weitere wichtige Meilensteine nennt Clientis die breite Einführung von HypoDossier für effizientere Kreditprozesse sowie den digitalen Beraterarbeitsplatz für standardisierte Kundeneröffnungen.

Insgesamt blickt die Clientis Gruppe zuversichtlich auf das zweite Halbjahr 2026. «Das nachhaltige Wachstum im Kundengeschäft, die starke Kapitalausstattung und die gute Ertragslage schaffen eine stabile Basis für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung», heisst es in der Medienmitteilung.

Die Aktien oder Genossenschaftsanteile von acht Clientis Banken werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt.

Hinweis in eigener Sache: Am 1. September 2026 findet in Bern der Branchentalk Banken statt. Im Fokus steht die «Nächste Generation Banking». Mehr Infos finden Sie hier.

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