Schweizer Aktien Favoriten 2026: Gute Börsenstimmung trotz Zinsanstieg

Starke Monatsperformance von VAT, SKAN Holding und Bachem

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Die Familie der Tiefsee-Anglerfische lebt in allen Weltmeeren, allerdings in Tiefen zwischen 1000m und 4000m. Sie sind noch wenig erforscht. Das Besondere ist die Fähigkeit, Licht auszusenden und so Beute anzulocken. Die Männchen sind im Verhältnis zu den Weibchen winzig klein. Sie können sich an die Weibchen anheften, wodurch die Organismen verschmelzen. Bild: stock.adobe.com

Das Renditeniveau an den Anleihemärkten steigt. 30-jährige US-Bonds rentieren mit 5,6%, 10-jährige mit 5,3%. Selbst die Rendite der 10-jährigen Schweizer Bundesobligationen verdoppelten sich seit Anfang Jahr auf nun 0,6%. Die Aktienmärkte kümmert die Entwicklung bisher nur wenig. Ein Grund sind die für 2026 prognostizierten hohen Steigerungsraten der Unternehmensgewinne. Allerdings beschränkt sich die Profitabilität auf wenige Sektoren. Die Auswahl macht es.

Tech is back! Der Technologie-Index Nasdaq erreichte im September ein neues Hoch. Die Gewinne waren breit angesiedelt. Halbleiter-, Netzwerkausrüster- und KI-Aktien zählten zu den Favoriten. Der Dow-Jones Index dagegen verlor 3%. Im 40 Aktien umfassenden Index zeigen nur sieben auf Monatssicht ein positives Vorzeichen. Nvidia, Walmart, Caterpillar und Apple bilden mit Kursgewinnen bis zu 4% die Spitzengruppe. McDonalds, Salesforce und Home Depot verloren um die 12%.

Mehr Verlierer als Gewinner im SMI

Ein ähnliches Bild zeigt sich beim DAX und auch beim SMI. Hier weisen fünf der 20 Aktien eine positive Monatsperformance auf, darunter Sandoz, Logitech und Givaudan mit Kursgewinnen bis zu 5%. Schlusslichter sind Partners Group mit einem weiteren Kursrückgang von über 20% sowie Amrize mit einem Verlust von 13%.

Top-Aktien – Top-Performance

Etwas besser lief es für die fünf Favoriten von schweizeraktien.net aus dem Bereich der kotierten Aktien. Mit VAT, SKAN Holding und Bachem gibt es drei Gewinner im September. VAT zog um 12,8% an, SKAN Holding um 8,1% und Bachem um 5,3%. Demgegenüber verloren die beiden SMI-Indexmitglieder Geberit und Galderma um 4,7% respektive 3%. Galderma präsentierte die überzeugenden Ergebnisse einer Langzeitstudie zum Neurodermitis-Medikament Nemluvio. Bis zu 75% der Patienten erzielten eine 90%ige Verbesserung der Ekzemintensität, 67% sogar eine nahezu vollständige Klärung der Haut. Nemluvio ist in 40 Märkten zugelassen und dürfte das Wachstum bei Galderma weiterhin ankurbeln. Die SMI-Performance im September lag bei -3,7%, der Nebenwerte-Index SPIEXX zeigt dagegen keine nennenswerte Veränderung.

Nach einer längeren Durststrecke hat sich der Aktienkurs von SKAN in diesem Jahr wieder sehr erfreulich entwickelt. Chart: six-group.com

Ausserbörse zeigt sich stabil

Am ausserbörslichen Aktienmarkt ging es wie üblich weniger volatil zu. Der OTC-X Liquidity Index weist seit Jahresbeginn ein Plus von 2% auf. Extreme Kursbewgungen gibt es dennoch. Die Bystronic B Namensaktie sackte 2026 um 43% ab, die Aktie der Rapid Holding um 35% und die von Bobst um 33%. Alle drei sind zyklische Industrieunternehmen, die unter der Investitionszurückhaltung ihrer Kunden leiden. Inflation, Krieg und Handelsunsicherheiten sind die nachvollziehbaren Ursachen.

Geringe Kursveränderungen

Die fünf Favoriten der Ausserbörse zeigen im September nur marginale Kursänderungen. Allerdings gab es auch keine Unternehmensnachrichten. Weiss+Appetito sowie Espace Real Estate liegen minim tiefer. Bei Geoterra lag der letzte Umsatz bei 2820 CHF, inzwischen liegt die Geld-Seite wieder bei 2900 CHF. Die Aktie der SSE Holding und der Weleda N-PS zogen dagegen leicht an.

Zwischenbilanz für 9 Monate

Eine kritische 9-Monatsbilanz zeigt eine gewisse Outperformance zu den relevanten Indizes, auch wenn das Total-Return-Ziel der Favoriten von schweizeraktien.net keinen Vergleich mit der Indexperformance verlangt. Der SMI liegt seit Anfang Jahr mit 4,2% vorne, der Small- und Mid-Cap Index SPIEXX mit 5,9%, der OTC-X Liquidity Index mit 2%. Die Auswahl der fünf kotierten Aktien brachte einen Wertzuwachs von rund einem Viertel, vor allem durch die starke Performance von VAT, aber auch die temporeichen Turnarounds von SKAN Holding und Bachem.

Bodenbildung bei Weleda?

Bei den fünf Valoren der Ausserbörse ist dagegen im bisherigen Jahresverlauf 2026 keine nenneswerte Outperformance eingetreten. Allerdings traten auch keine scharfen Kursrückgänge ein. Der Rückschlag bei Weleda im 2026 beschränkte sich auf unter 20%. Vor der Korrektur war das Papier innerhalb von 15 Monaten von 3300 CHF auf 6000 CHF geklettert. Die vom Management initiierte Marken- und Marketingstrategie hatte den Effekt, dass die Dividende gestrichen wurde. Dies mag manche Dividendenjäger enttäuscht haben. Die Investitionen in Branding, internationale Expansion, Premiumisierung und Digitalisierung sind jedoch sinnvoll, um das zukünftige Wachstum und auch die Profitabilität dauerhaft zu steigern. Die Effekte liegen auch nicht wie in anderen Branchen viele Jahre in der Zukunft, sondern sollten sehr bald visibel werden, beispielsweise im Weihnachtsgeschäft.

Seit vielen Jahren befindet sich der Weleda-PS in einem Aufwärtstrend. Chart: otc-x.ch

Bottom-Fishing

Nicht wenige Aktien sind im bisherigen Jahresverlauf erheblich günstiger geworden. Und manche davon sind interessant geworden. Viele bewegen sich aber auch in ungebrochenen Abwärtstrends, manche in Grauzonen, bei denen der Ausbruch nach oben wie nach unten erfolgen kann. Das Kursgeschehen ist nicht immer rational begründbar, sondern folgt auch Moden und Trends. Das gilt insbesondere für populäre Aktien, die täglich von verschiedenen Seiten kommentiert werden. Nicht zuletzt nehmen Leerverkäufer, nicht immer nachvollziehbar, einzelne Titel ins Visier. Nicht selten verkaufen auch Fonds substanzielle Aktienpakete, um Stopp-Loss-Marken einzuhalten, Gewinne glattzustellen oder Re-Balancing-Operationen durchzuführen. Die aktuelle Schwäche des Frankens kann so ein Anlass für internationale institutionelle Investoren sein.

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