Rapid Holding AG: Gewinnsprung, reichlich Cash und hohe Dividende

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Rapid Holding konzentriert sich künftig voll auf das Industriegeschäft. Quelle: Rapid Holding

Das war eine Überraschung. Mit einer Dividendenrendite von 10.6% für 2014 hatten offensichtlich nur wenige Anleger gerechnet. Denn nach Präsentation der Jahreszahlen 2014 mit Bekanntgabe einer Dividende von 50 CHF je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr kletterte der Kurs von Rapid Holding aus dem Stand um rund 6% – und das bei vergleichsweise sehr hohen Handelsumsätzen in dem Papier. Die Dividende von 50 CHF soll künftig jährlich fliessen, was angesichts flüssiger Mittel von 42 Mio. CHF problemlos möglich sein wird. schweizeraktien.net hatte allerdings bereits im Dezember über eine mögliche hohe Dividende berichtet. Auf jeden Fall wurden am Freitag ausserbörslich auf OTC-X mit über 900 Stück mehr Rapid-Aktien umgesetzt als im gesamten Jahr 2014 mit 653 Stück.

Die aktuelle Erhöhung der Dividende geht auf einen deutlichen Anstieg der Vermiet- und Verkaufserträge von 12.2 auf 29.3 Mio. CHF wegen des Verkaufs von zwei Liegenschaften zurück. Denn der Umsatz im operativen Geschäft mit den industriellen Aktivitäten fiel im vergangenen Jahr von 47.0 auf 43.1 Mio. CHF. Allerdings war das Bild des Segments von unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Während es in der Sparte Einachsgeräte ein Umsatzplus von 7% auf 24.3 Mio. CHF und bei den Fertigungsaufträgen für Industriekunden sogar einen Anstieg um 30% auf 6.6 Mio. CHF gab, brachen die Erträge mit Traktoren und Spezialfahrzeugen um 30% auf 12.6 Mio. CHF nach unten weg.

Reingewinn verdreifacht sich

Der Grund dafür lag nicht nur im Preisdruck in der Sparte, sondern auch in der zurückhaltenden Investitionspolitik der Kommunen und der Beendigung der Zusammenarbeit mit dem Handelspartner Lindner. Immerhin hat Rapid Holding die Produktpalette des Geschäftsbereichs jetzt redimensioniert und die Vertriebsaktivitäten neu ausgerichtet. Per Saldo verzeichnete Rapid Holding wegen des hohen Verkaufsgewinns der Liegenschaften von netto 24.9 Mio. CHF die Verdreifachung im Reingewinn von 6.7 auf 22.4 Mio. CHF. Nach dem Verkauf der genannten beiden Liegenschaften in Dietikon und Bösingen hält die Rapid Gruppe nur noch die selbstgenutzte Betriebsliegenschaft in Killwangen im Besitz. Die Finanzberichterstattung über den Geschäftsbereich Immobilien stellt das Unternehmen deshalb künftig ein.

Nach dem Aus der Immobiliensparte konzentriert sich Rapid Holding nun voll auf das Industriegeschäft und reagiert derzeit auf die Auswirkungen des starken Frankens in Form von Mehrarbeit der Beschäftigten und einem möglichen Personalabbau. Grundsätzlich gibt es für das Unternehmen Chancen im Ausbau des OEM-Geschäfts sowie bei den Fertigungsaufträgen von Industriekunden. Zwar gab es im 2014 im operativen Geschäft einen Verlust von 1.9 Mio. CHF, doch ist wegen der eingeleiteten Umbauten und des Absatzpotenzials in den beiden genannten Industrie-Bereichen schon kurzfristig mit einem Turnaround zu rechnen. Zuletzt wurden die Aktien auf OTC-X zu Kursen von 500 CHF gehandelt. Angesichts der grundsoliden Bilanz mit einer Eigenkapitalquote von 74.4%, einem Cashbestand von rund 375 CHF je Aktie und einem Buchwert von rund 565 CHF sind bei Rapid Holding insbesondere bis zur Generalversammlung am 6. Mai weitere Kurssteigerungen drin.

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1 KOMMENTAR

  1. Lieber Herr Pröbsl

    Danke für ihren Bericht zu Rapid. Sie müssten eigentlich ergänzen, dass von jetzt an jährlich 50 CHF/pro Aktie ausgeschüttet werden, die Gesellschaft hat 42 Mio Flüssige mittel, bei 50 CHF ist das ein abfluss von 5.5 Mio, pro Jahr. Mehr Detail dazu findet man im GB oder in der MM von heute.

    Mit bestem Gruss

    Edwin van der Geest, IR Beauftragter Rapid

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