AMS: Starkes Wachstum im 1. Quartal, Verlust für Q2 angekündigt

Kurseinbruch wegen Produktionskürzungen von Apple

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Hauptsitz des Halbleiterherstellers ams in Unterpremstätten/Österreich. Bild: zvg

Der Halbleiterhersteller AMS ist im ersten Quartal 2018 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum markant gewachsen, die Profitabilität hat sich allerdings reduziert. Und für das zweite Quartal stellt das Unternehmen wegen Sondereffekten gar einen operativen Verlust in Aussicht.

Der Umsatz hat sich auf 452,7 Millionen US-Dollar beinahe verzweieinhalbfacht, wie das an der SIX kotierte österreichische Unternehmen am Montagabend mitteilt. Die Verkäufe kamen damit im Rahmen der eigenen Zielbandbreite (440-490 Mio USD) zu liegen und entsprachen auch genau dem Analystenkonsens (453 Mio USD).

Der bereinigte operative Gewinn auf Stufe EBIT hat sich zwar auf 77,3 Millionen von 5 Millionen Dollar im Vorjahr vervielfacht, die Bruttomarge reduzierte sich indes um 8 Prozentpunkte auf 36%. In dieser bereinigten Darstellung fehlen Ausgaben für Akquisitionen und aktienbasierte Vergütungen. Rechnet man diese hinein, liegt das EBIT noch bei 46,5 Millionen und die Bruttomarge bei 33%.

Der bereinigte Reingewinn wird mit 99,9 Millionen angegeben, nach einem Verlust von 19,9 Millionen Dollar im Vorjahr. Das rapportierte Reinergebnis nach IFRS erreicht 77,1 Millionen. Das EBIT lag im Rahmen der Erwartungen der Analysten, der Reingewinn dagegen klar darüber.

Vorübergehender Umsatzrückgang und Verlust im 2. Quartal

AMS erklärt das starke Wachstum mit „kundebezogenen Volumeneffekten“. Im zweiten Quartal wird dann der Umsatz aber gemäss der Prognose auf 220 bis 250 Millionen Dollar zurückgehen. Denn im zweiten Quartal sei mit einer „signifikanten kurzfristigen Beeinträchtigung aus stark beschleunigten, kundengetriebenen Produktüberleitungen in grossen Smartphone-Programmen“ zu rechnen, schreibt das Unternehmen.

Wegen dieser Produkteüberleitungen sowie Produktänderungen in einem grossen Consumer-Programm, welche eine Vorproduktion verhindern, sei mit einer „signifikanten Kapazitätsunterauslastung“ im zweiten Quartal zu rechnen.

Dies führt auch zu einer negativen bereinigten operativen Marge. Diese prognostiziert AMS für das zweite Quartal auf -20 bis -25%. Für die Zukunft sei indes nicht mehr mit derartigen kurzfristigen Übergangseffekten zu rechnen. Ab 2019 dürfte die Saisonalität innerhalb eines Jahres weniger ausgeprägt sein.

Einen Kurssturz von zeitweise über 10% verzeichnete die AMS-Aktie am 24. April wegen Produktionskürzungen ihres Grosskunden Apple. Quelle: moneynet.ch

Auf längere Sicht zeigt sich das Unternehmen weiterhin grundsätzlich zuversichtlich. Trotz des angesprochenen kurzfristigen Volumeneffekts im zweiten Quartal werde die starke Position und das Wachstumspotenzial von AMS in einigen der spannendsten Wachstumsbereiche des Sensorikmarkts durch das ausnehmend starke Marktinteresse unterstrichen, das OEMs in allen Endmärkten zeigen würde, heisst es dazu.

Die mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele für den Zeitraum 2016-2019 und ab 2019 blieben deshalb unverändert bestehen.

Die Aktie von AMS wird an der SIX Swiss Exchange gehandelt und notierte zuletzt bei 86.02 CHF.

cf/ra

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