CH Media: Joint Venture zwischen AZ Medien und NZZ baut 200 Stellen ab

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CH Media, das Joint Venture zwischen AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe, hat ein Integrationsprogramm lanciert, um die beiden Unternehmen zusammenzuführen und Kosten zu sparen. Die Pläne beinhalten auch den Abbau von rund 200 Vollzeitstellen, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Derzeit beschäftigt CH Media rund 2’200 Mitarbeitende.

Ein Teil des nötigen Stellenabbaus soll durch natürliche Fluktuation erreicht werden. Es werde aber zu Kündigungen kommen, kündigte das Unternehmen weiter an. Über Deteils könne man derzeit keine Angaben machen.

Alle Massnahmen sollen so sozialverträglich wie möglich umgesetzt werden, und man setze alles daran, die betroffenen Mitarbeitenden bei einer beruflichen Neuorientierung zu unterstützen. Ein Sozialplan wird zur Anwendung kommen.

„Uns ist bewusst, dass diese Information bei den Mitarbeitenden Verunsicherung auslösen kann“, wird CH-Media-Chef Axel Wüstmann in der Mitteilung zitiert. Man habe sich gezielt für diesen Weg der Transparenz entschieden und werde alles daransetzen, so schnell wie möglich Klarheit für die Mitarbeitenden zu schaffen.

Kosten um 10 Prozent senken

Im Rahmen des Integrationsprogramms sollen in den kommenden 24 Monaten unternehmensweit die Kosten um 10% und damit um rund 45 Mio. CHF gesenkt werden, wie es weiter hiess. Die Pläne würden mehr als 40 Projekte und über 100 Teilprojekte umfassen. Damit wolle man das Synergiepotenzial nutzen, das sich durch das Joint Venture ergebe. Zudem reagiere man damit auf die weiterhin äusserst angespannte Marktsituation in der Branche.

Die beiden Unternehmen hatten die Fusionspläne für CH Medien im Dezember 2017 bekannt gegeben. Im August hatte die Eidgenössische Wettbewerbskommission (Weko) den Zusammenschluss genehmigt. Das Unternehmen umfasst Zeitungen wie die „Aargauer Zeitung“ von AZ Medien sowie das gesamte Regionalmediengeschäft der NZZ-Mediengruppe mit den Titeln „Luzerner Zeitung“ und „St. Galler Tagblatt“. Zudem gehören Druckereien, Onlineportale, Radio- und TV-Stationen sowie Zeitschriften zum Portfolio. Der Umsatz belief sich den jüngsten Angaben zufolge auf rund 480 Mio. CHF.

Die Aktien der AG für die Neue Zürcher Zeitung werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 5’100 CHF für eine NZZ-Aktie bezahlt.

yr/kw

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