VAT: Umsatz und Profitabilität gehen im 1. Semester wie erwartet zurück

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VAT hat in der ersten Jahreshälfte einen Umsatz von 263,0 Mio. CHF und ein EBITDA von 65,9 Mio. CHF erzielt und damit im Rahmen der Erwartungen der Analysten abgeschnitten. Aufgrund einer höheren Steuerquote musste VAT beim Reingewinn einen noch markanteren Rückgang hinnehmen als bei Umsatz und Betriebsergebnis.

Im dritten Quartal erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 130 bis 140 Mio. CHF. Die übrigen Finanzziele bleiben unverändert vage.

Der Halbjahresumsatz von 263,0 Mio. CHF bedeutet einen Rückgang der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 32%t und ist auf die Nachfrageflaute vonseiten der Display- und Halbleiterhersteller zurückzuführen, welche die Hauptkunden von VAT sind. Der Auftragseingang betrug 261,6 Mio. CHF, 31,3% weniger als in der Vorjahresperiode, wie das Unternehmen am Donnerstag bekannt gab.

Dass das EBITDA mit 46% stärker sinkt als der Umsatz, war so von VAT angekündigt worden. Der Reingewinn belief sich auf 24,9 Mio. CHF, was 70% weniger ist als in der ersten Hälfte des letzten Jahres. Dieser deutliche Rückgang ist gemäss VAT auf die Kombination von tieferem Umsatz und EBITDA mit einer höheren Steuerquote zurückzuführen.

Dank den schnell eingeleiteten Massnahmen auf der Kostenseite nach dem Nachfrageeinbruch im letzten Sommer – unter anderem wurde damals im Stammwerk in Haag Kurzarbeit eingeführt – bewegt sich die EBITDA-Marge weiterhin auf stattlichen 25,1%, jedoch aber deutlich unter den mittelfristig angepeilten 33% und unter den 31,6%, welche in der Vorjahresperiode erzielt wurden. Laut VAT liegt die EBITDA-Marge nun aber höher als in früheren Abwärtszyklen.

Mit dem Ergebniskranz liegt VAT bei Umsatz und Betriebsgewinn im Rahmen der Analystenerwartungen, wobei das EBITDA sich im unteren Bereich der Bandbreite der Erwartungen bewegt. Die Analystengemeinde hatte gemäss AWP-Konsens mit einem Umsatz von knapp 264 Mio. CHF und einem EBITDA von nicht ganz 70 Mio. CHF gerechnet. Beim Reingewinn wurden die Prognosen hingegen verpasst.

Keine detailliertere Guidance

Für den Rest des Jahres gibt VAT keine detailliertere Guidance ab. Das Unternehmen hatte bisher lediglich kommuniziert, dass Umsatz und Gewinn tiefer als im Vorjahr ausfallen werden und die EBITDA-Marge sinken würde. Im dritten Quartal rechnet VAT nun mit einem Umsatz von 130 bis 140 Mio. CHF.

Als das Unternehmen Ende Juni die Kurzarbeit in Haag aufgehoben hat, wurde zudem darauf verwiesen, dass in naher Zukunft nicht bereits wieder mit einer markanten Verbesserung der Ertragslage zu rechnen sei und die Entwicklung der Absatzmärkte für Produktionsanlagen der Halbleiter- und Displayindustrie schwierig abzuschätzen sei.

Die Aufhebung der Kurzarbeit war denn auch nicht primär auf eine steigende Nachfrage zurückzuführen, sondern auf die mittlerweile erfolgte Reduktion der Arbeitskräfte durch auslaufende Temporärverträge, natürliche Fluktuation und Pensionierungen.

Am Donnerstag änderte sich an dieser Einschätzung nichts: VAT spricht weiterhin davon, dass die mittelfristigen Wachstumstreiber von VAT uneingeschränkt intakt blieben und die Aufträge und Umsätze im zweiten Quartal ein Ende des zyklischen Marktrückgangs anzeigen würden. Die Visibilität für den Rest des Jahres 2019 bleibe aber begrenzt, und die Endkunden in den grössten Endmärkten bei ihren Investitionen blieben weiterhin zurückhaltend.

Die Aktien von VAT sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 113.50 CHF für eine Aktie bezahlt.

jr/kw

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