Schaffner: Verbleib in Gewinnzone trotz Umsatzrückgang im ersten Semester

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Die Schaffner-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2019/20 (per 31.03.) einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. Dank verschiedener Massnahmen wie Kurzarbeit und Kapazitätsanpassungen konnte der Fall in die roten Zahlen knapp vermieden werden.

Der operative Gewinn auf Stufe EBIT stürzte um über 86% auf noch 0.7 Mio. CHF ab und der Reingewinn um 84% auf 0.6 Mio., wie der Komponentenhersteller und Spezialist für Elektromagnetverträglichkeit am Donnerstag mitteilte.

Um den negativen Auswirkungen des von der Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftsabschwungs entgegenzuwirken, sei ein umfassendes Massnahmenprogramm umgesetzt worden. Diese Massnahmen wurden bereits Mitte April bekannt gegeben. Dazu gehören Kurzarbeit sowie Struktur- und Kapazitätsanpassungen im Overhead und in den Werken. Ausserdem wurden Erneuerungsinvestitionen verschoben, und der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung verzichten auf einen Anteil der fixen Vergütung.

Auch der Umsatz wurde schon zuvor mitgeteilt. So sanken die Verkäufe im ersten Semester um 15% auf 86.0 Mio. CHF, wobei auch negative Währungseffekte mitspielten. In Lokalwährungen lag das Minus bei 12%. Dabei hat eine nachlassende Dynamik in wichtigen Teilmärkten das erste Quartal gebremst und das zweite die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Alle Divisionen schrumpfen zweistellig

Schaffner sieht sich in den Kernmärkten weiterhin breit abgestützt. 24% des Umsatzes entfielen auf Antriebssysteme, 19% auf die Automobilelektronik, 14% auf die Stromversorgung elektronischer Geräte und 13% auf Werkzeugmaschinen und Robotik. Je 11% steuerten die Bahntechnik und der Bereich elektrische Infrastruktur bei.

Betrachtet man die einzelnen Divisionen, so resultierte in der grössten Division EMC, wo das Geschäft mit elektromagnetischen Filtern angesiedelt ist, ein Umsatzminus von 14% auf 46.8 Mio. Noch leicht grösser waren die Minusraten für die Divisionen Power Magnetics und Automotive. Während im Bereich Automotive ein negatives EBIT von 0.9 Mio. resultierte, schaffte Power Magnetics mit einer schwarzen Null den angestrebten Turnaround. EMC erwirtschaftete ein Segments-EBIT von 3.9 Mio.

Auf einen konkreten Ausblick für das zweite Semester oder das Gesamtjahr 2019/20 wird verzichtet. Die Corona-Pandemie werde die globalen Wertschöpfungsketten und die Nachfrage in den kommenden Monaten weiterhin negativ beeinflussen, eine seriöse Abschätzung der Auswirkungen auf den Umsatz und den Gewinn sei deshalb derzeit nicht möglich.

Die Aktien von Schaffner sind an der SIX Swiss Exchange kotiert. Zuletzt wurden 161 CHF für eine Aktie bezahlt.

cf/gab

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