schweizeraktien.net – Die Woche | 1. Februar .2021

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Wir wurden in der Vergangenheit immer wieder gefragt, warum wir uns mit Themen wie Crypto Assets und Tokenisierung beschäftigen. Unser Fokus sollten doch die Nebenwerte bleiben. Keine Sorge, wir bleiben unseren Schweizer Aktien, den nicht kotierten und den börsenkotierten SmallCaps, treu.

Doch möchten wir uns dem Blick in die Zukunft nicht verschliessen. Gerade die Entwicklungen im Zusammenhang mit Spekulationsexzessen wie GameStop zeigen, dass mittlerweile eine ganz neue Anlegergruppe in den Märkten aktiv ist. Wir würden sagen, es sind einerseits die sogenannten Millennials, die nun zwischen 30 und 40 Jahren alt sind und Vermögen aufbauen. Und es ist die Generation Z mit etwas über 20 Jahren. Was beide Anlegergruppen gemeinsam haben: Sie gehören zu den Digital Natives, sind mit Smartphone, Social Media und Online Gaming aufgewachsen. Sie haben mit den Attacken auf die Shortseller gezeigt, was möglich ist. Und sie werden in den kommenden Jahrzehnten als Anleger den Kapitalmarkt prägen. Zinsen auf dem Sparbuch kennen sie schliesslich gar nicht. Und die Generation der Baby Boomer geht in Rente, verabschiedet sich also langsam vom Kapitalmarkt.

Dass diese neue Anlegergeneration auch andere Anforderungen an die Kommunikation mit den Unternehmen stellt, ist klar. Davon werden auch Generalversammlungen betroffen sein. An unserem Webinar zur digitalen GV haben wir einen Vorgeschmack dessen erhalten, was heute technisch schon möglich ist und eingesetzt wird. In nur zehn Minuten lassen sich GVs rein virtuell organisieren und durchführen. Diese Entwicklung muss man im Auge behalten, denn sie dürfte sich auch auf die Versammlungen in unserem Umfeld auswirken.

Nächste Woche starten wir gleich am Montag nochmals mit einem digitalen Thema. Ab dem 1. Februar sind sogenannte Registerwertrechte in der Schweiz offiziell zugelassen. Konkret dürfen dann mit dem Segen des Gesetzgebers Aktien auf der Blockchain ausgegeben werden. Bucheffekten oder gar Papieraktien sind nicht mehr nötig. Peter Schnürer vom Dienstleister daura erklärt in einem Interview, welche Vorteile dies hat.

Registerwertrechte dürften genau die richtige Verbriefungsform für die Digitale Natives sein. Sie können rasch und unkompliziert gekauft und übertragen werden. Allerdings wird es noch einige Jahre dauern, bis auch die Aktien von Bergbahnen oder Regionalbanken nur noch als «Token» handelbar sind. Wir wissen aus der Medienindustrie oder auch aus dem Finanzwesen, dass die Disruption nicht ganz so schnell abläuft, wie es sich viele der digitalen Herausforderer erhoffen.

Unabhängig von der Verwahrungsform Papieraktie, Bucheffekte oder Registerwertrecht werden wir auch weiterhin das tun, was wir schon immer getan haben: Unternehmen und Management anschauen, die hinter dem Wertrecht stecken. Und Sie mit fundierten Meinungen dazu versorgen. Auch zu den Märkten und der Gefahr von Blasenbildungen, wie in unserer aktuellen Macro Perspective.

Wir wünschen viel Vergnügen bei der Lektüre der von uns kuratierten Beiträge.

Aktuelle Artikel vom schweizeraktien.net-Team


Macro Perspective: Bubble everything?

Macro Perspective: Bubble everything?

Unter der provokanten Frage „Bubble everything?“ wagt schweizeraktien.net in der Rubrik Macro Perspective den Versuch einer Standortbestimmung in einer zunehmend irrationalen Welt, die nicht nur an den Finanzmärkten aus den Fugen zu geraten droht. Um es vorwegzunehmen: Eine abschliessende Antwort auf die Eingangsfrage kennen auch wir nicht…

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Digitale GV: Wie Covid-19, das neue Aktienrecht und digitale Technologien das Aktionärstreffen verändern

Digitale GV: Wie Covid-19, das neue Aktienrecht und digitale Technologien das Aktionärstreffen verändern

Die Covid-19-Pandemie dürfte zum „Game Changer“ bei Generalversammlungen werden. Auch in diesem Jahr müssen die Aktionärstreffen mit hoher Wahrscheinlichkeit nochmals ohne Präsenz durchgeführt werden…

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Norbert Patt, CEO Titlis Bergbahnen: «Das Verhältnis der ausländischen Gäste zum Berg ist komplett anders als das der Schweizer»

Norbert Patt, CEO Titlis Bergbahnen: «Das Verhältnis der ausländischen Gäste zum Berg ist komplett anders als das der Schweizer»

schweizeraktien.net im Gespräch mit Norbert Patt, CEO der Titlis Bergbahnen, über den Einfluss von Corona auf sein Unternehmen, den Unterschied zwischen Schweizer und ausländischen Touristen und den Einfluss der derzeitigen Gemengelage auf das Projekt „Titlis 3020“.

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Energie Zürichsee Linth: Stabiles Ergebnis 2020

Energie Zürichsee Linth: Stabiles Ergebnis 2020

Der EZL-Jahresgewinn liegt mit 4.39 Mio. CHF nur knapp unter dem Vorjahr. Der Umsatz verringerte sich um 3.6 Mio. CHF auf 56.1 Mio. CHF. Im schweizeraktien.net-Video äussern sich CEO Ernst Uhler und CFO Markus Näf zu den Zahlen des Geschäftsjahres 2020 und den Aussichten für die laufende Periode.

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SGV Holding: Zwei neue VR-Mitglieder vorgeschlagen

SGV Holding: Zwei neue VR-Mitglieder vorgeschlagen

An der kommenden Generalversammlung vom 2. Juni 2021 kommt es zu Veränderungen im Verwaltungsrat der Luzerner SGV Holding AG, die u.a. die Schifffahrt auf dem Vierwaldstättersee betreibt und mit ihrer Tochter Tavolago in der Gastronomie tätig ist: Die beiden langjährigen VR-Mitglieder Alfred Bossard, Regierungsrat Nidwalden, sowie Martin Bütikofer, Direktor Verkehrshaus der Schweiz, treten nicht mehr zur Wahl an…

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Was uns im Netz sonst noch aufgefallen ist…


GameStop-Aktie: Der Kurs explodiert, die Wall Street blutet

GameStop-Aktie: Der Kurs explodiert, die Wall Street blutet

Kaum ein Anleger hierzulande dürfte die GameStop-Aktie noch vor zwei Wochen auf dem Radarschirm gehabt haben. Mittlerweile ist GameStop zu einer regelrechten „Volksaktie“ für Zocker aller Schichten geworden. Der durch Gratisbroker und Social Media-Kanäle angefachte „Kleinanleger-Sturm“ auf die vermeintlichen Könige der Wall Street, die milliardenschweren Hedge-Fund-Manager, die zu einem der spektakulärsten Short Squeezes der Börsengeschichte geführt haben, ist – auch medial – in aller Munde. Die Folgen, die sich daraus ergeben, sind heute schwer zu prognostizieren. watson.ch beleuchtet das bunte, neue Treiben an den Börsen… Ende offen.

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Die Liste: Wer beim Gamestop-Reddit-Hype Milliarden gemacht hat

Die Liste: Wer beim Gamestop-Reddit-Hype Milliarden gemacht hat

Waren es wirklich die überwiegend jungen Kleinanleger, die beim Short Squeeze der GameStop-Aktie den grossen Reibach gemacht haben? Oder war es am Ende nicht doch wieder das „alte“ Finanzestablishment, das vom Börsenrausch profitiert hat? Die Handelszeitung geht, gestützt auf einen Bericht von Investor’s Business Daily (www.investors.com), der spannenden Frage nach, wem die Aktien von GameStop&Co. eigentlich gehört hatten, als die Kursexplosion vor zwei Wochen startete…

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Software-AG-Chef im Interview: „Das sind keine Cyberkriminellen, wie man sie von früher kennt“

Software-AG-Chef im Interview: „Das sind keine Cyberkriminellen, wie man sie von früher kennt“

Meier Tobler, Stadler Rail, Huber+Suhner… Auch in der Schweiz gab es in der Vergangenheit Cyberattacken gegen börsenkotierte Firmen. In der letzten Woche wurde weltweit die IT des gelisteten österreichischen Kranbauers Palfinger angegriffen und lahmgelegt. Die Produktion in Österreich steht auch nach einer Woche noch still, Ermittlungen laufen. Im Gespräch mit der FAZ erklärt der CEO des deutschen Softwarekonzerns Software AG – selbst im Herbst 2020 zum Ziel einer Cyberattacke geworden – den internen Umgang mit dem Cyberangriff und vorgezogene, hohe Investitionen in IT-Sicherheit, Mitarbeiter und Firmenkultur.

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Digitale Währungen am Vormarsch

Digitale Währungen am Vormarsch

„Es geht um die Vorbereitung auf Zukunftsszenarien.” So umschreibt Beat Weber, Kryptowährungs- und Digital Asset-Experte der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) auf dem Internet-Portal der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) die aktuellen Initiativen im Euroraum rund um die Einführung eines „digitalen Euro“ als „offizieller“ Digitalwährung in Abgrenzung zu den privatwirtschaftlichen, weitgehend unregulierten Kryptowährungen à la Bitcoin&Co. Auch eine absehbar stärkere Regulierung privater Kryptowährungen und digitaler Assets wird dabei thematisiert…

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Dieser Fonds setzt auf Whiskey und münzt ihn als Krypto-Asset um

Dieser Fonds setzt auf Whiskey und münzt ihn als Krypto-Asset um

Der im Spätsommer 2020 aufgelegte Wave Financials Kentucky Whiskey 2020 Digital Fonds soll Anlegern nach eigenen Angaben eine unkomplizierte neuartige, alternative Investition in den aufkeimenden Krypto-Anlage-Bereich ermöglichen. Nach einer Sperrfrist von einem Jahr sollen digitale „Token“ ausgegeben werden. Diese sollen Anleger dann nach einem Bericht von finanzen.net an Krypto-Marktplätzen handeln können, solange die Fässer gelagert werden. Die Rendite soll sich aus dem Alterungsprozess von Bourbon Whiskey in den Fässern ergeben. Klar ist: Zur „Genussrendite“ taugt die digitale Anlage nicht.

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