Konkordia: Rekordgewinn trotz eines ruhigen Geschäftsjahres

Jahresgewinn zum ersten Mal über 2 Mio. CHF

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Die Konkordia AG besitzt vier Mehrfamilienhäuser an der Franz-Zelgerstrasse in Rothenburg. Bild: konkordia-ag.ch

Stabil verlief das vergangene Geschäftsjahr der Immobiliengesellschaft Konkordia AG. Das Portfolio wurde nicht um neue Immobilien erweitert. Stattdessen lag der Fokus auf der Optimierung des Bestands: Erstmals steuerten die eigenen Photovoltaikanlagen (PV) einen positiven Beitrag zur Erfolgsrechnung bei. Die PV in Dierikon erzielte einen Ertragsüberschuss von 25’000 CHF aus dem Stromverkauf. Parallel dazu investierte das Unternehmen rund 1 Mio. CHF in Unterhalts- und Sanierungsarbeiten.

Der Luzerner Immobilienmarkt entwickelt sich laut Konkordia positiv. Die Nachfrage in den Portfoliostandorten sei sehr hoch und betreffe auch Büros und Gewerberäume. Neuentwicklungen und die Identifikation neuer Projekte sind Hauptbestandteile der künftigen Strategie. Bauprojekte und Planungsphasen – wie das Neubauprojekt IKON Dierikon und die Ortsplanungsrevision Kriens – prägen das Liegenschaftenportfolio.

Geschäftsjahr 2025: Erstmals über 2 Mio. CHF Jahresgewinn

Der Nettoumsatz stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,5% auf 6.74 Mio. CHF. Wohnungen und deren Vermietung sind Haupttreiber des Umsatzes – rund 85,1% des Gesamtertrags. Dies gelang trotz zweimaliger Senkung des Referenzzinssatzes, die zu Mietzinsreduktionen verpflichtete. Die niedrige Mietzinsausfallquote und «nahezu permanente Vollvermietung» seien die Treiber dieser Zunahme.

Auf Stufe Betriebsergebnis zeigt sich eine Verbesserung. Das EBITDA stieg von 4.86 auf 5.02 Mio. CHF, was einer EBITDA-Marge von 74,4% entspricht (Vorjahr: 73,2%). Gleichzeitig sank der Finanzaufwand um 14,6%, dank moderater Refinanzierungszinsen. Entsprechend erzielte das Unternehmen einen Rekordgewinn von 2.04 Mio. CHF – 12,7% mehr als im Vorjahr.

Auf der Bilanzseite wurden die langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten um 2.15 Mio. CHF auf 71.3 Mio. CHF abgebaut. In Kombination mit dem gestiegenen Jahresgewinn erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 19,7% (+1,4 Prozentpunkte).

Der Verwaltungsrat beantragte eine Dividende von 75% (840’000 CHF), was 40% des Gesamtjahresgewinns entspricht. Vor zwei Jahren wurde eine einmalige Sonderdividende von 100% (1.12 Mio. CHF) ausgeschüttet; dies anlässlich der Jubiläums-Generalversammlung. Die Aktionäre stimmten in diesem Jahr der Ausschüttung an der Generalversammlung vom 27. Mai zu.

Ausblick: Langfristige Konsolidierung, kurzfristiger Ertragsrückgang

Die Konkordia AG setzt auf langfristige Konsolidierung und strategische Weiterentwicklung. Im Fokus steht die Stärkung der Eigenkapitalquote, um die finanzielle Grundlage für Entwicklungsprojekte ab 2030 zu schaffen. Kurzfristig erwartet das Unternehmen Dämpfungen der Mieterträge wegen der Senkung des Referenzzinssatzes im Jahr 2025. Die Nachfrage nach Konkordia-Liegenschaften in Dierikon wird laut Meinung der Geschäftsführung stabil bleiben, weil der Neubau IKON ein anderes Kundensegment ansprechen wird.

Fazit

Es war ein sehr ruhiges Geschäftsjahr für die Konkordia – das Portfolio blieb unverändert, die Mietersituation stabil und solide. Jedoch konnte das Unternehmen bei mehreren finanziellen Kennzahlen überzeugen – insbesondere beim Rekordgewinn. Mit der gleichzeitigen Aufstockung freiwilliger Gewinnreserven und höherer flüssiger Mittel ist die finanzielle Konsolidierung sichtbar. Dies zeigt sich äusserst positiv für Value-Investoren.

Kursverlauf der Aktie der Konkordia AG seit Juni 2025. Chart: otc-x.ch

Die Aktien der Konkordia AG werden ausserbörslich auf OTC-X gehandelt. Zuletzt wurden 7’555 CHF für eine Aktie bezahlt. Bei einer gleichbleibenden Ausschüttung von 150 CHF je Aktie rentiert der Titel mit 2,0%.

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