Immobilienanlagen im Fokus: Immobilienaktien im Seitwärtstrend, Fonds legen zu

Fed-Zinsentscheid sorgt für Erleichterung an den Märkten – Schweizer Immobilienfonds erholen sich leicht

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Der Immobilienmarkt zeigt leichte Erholungstendenz. Bild: KI-generiert mit OpenAI DALL·E
Am 16. September 2026 hat die US-Notenbank erstmals seit 2023 den Referenzzinssatz erhöht. Ausschlaggebend waren u.a. der Iran-Konflikt, die hohen Öl- und Benzinpreise sowie die steigenden Anleiherenditen. Mit dem Schritt will die Fed die Preisstabilität in den USA sicherstellen. Zudem signalisiert der neue Fed-Chef Kevin Warsh, dass das Fed-Komitee geldpolitische Entscheide unabhängig von politischen Forderungen trifft.
 
Die Marktteilnehmenden hatten den Zinsschritt bereits weitgehend eingepreist. Eine andere Entscheidung hätte entsprechend einen grösseren Vertrauensverlust in den Zinsausschuss auslösen können. Die Aktienmärkte reagierten erleichtert auf den Zinsentscheid und konnten sich nach den vorangegangenen Kursrückgängen leicht erholen. Diese Kursverluste waren u.a. durch den Ölpreisschock sowie durch zunehmende Sorgen hinsichtlich der Entwicklung im Bereich «AI» ausgelöst worden.

REAL Index

Bei den Schweizer Immobilienaktien kam es in den vergangenen Wochen zu keiner nennenswerten Richtungsänderung. Seit Mitte August bewegt sich der REAL Index mehrheitlich seitwärts. Die Jahresperformance verharrt bei rund 3%; obwohl auch in der Schweiz eine mögliche Zinserhöhung nicht mehr ausgeschlossen werden kann. Experten gehen derzeit davon aus, dass die SNB im Frühjahr 2027 einen ersten Zinsschritt vornehmen wird. Die beiden Indexschwergewichte Swiss Prime Site (+1,6 % MTD) und PSP Swiss Property (+1,9 % MTD) verzeichnen im laufenden Monat die höchsten Kursgewinne innerhalb des REAL Index. Die Aktien von Züblin haben dagegen im September rund 8,4% eingebüsst, weisen aber mit einer Jahresperformance von +13,2% weiterhin die höchste Kursperformance der kotierten Schweizer Immobilienaktien auf.
Der EPRA Index zeigt seit wenigen Tagen erste Anzeichen einer Kurserholung. Der Index für europäische Immobilienaktien, der seit Ende Juli zwischenzeitlich bis zu 9% an Wert verlor, kommt aktuell auf eine Jahresperformance von -5,85% (nicht währungsbereinigt).

SWIIT Index

Der SWIIT Index ist mit leichten Kursverlusten in den laufenden Monat gestartet. Zuletzt konnten die Schweizer Immobilienfonds jedoch wieder etwas zulegen. Unterstützt wurde die Erholung u. a. durch reinvestierte Dividendenausschüttungen und den vorübergehend geringen Kapitalbedarf des Primärmarkts. Dank der jüngsten Erholung hat sich die Jahresperformance des SWIIT Index auf -2,28% verbessert. Die im laufenden Monat erlittenen Kursverluste wurden trotz der Gegenbewegung noch nicht vollständig wettgemacht (SWIIT Index -1,23% MTD).
Im dritten Quartal 2026 wurden insgesamt drei Kapitalerhöhungen für kotierte Immobilienfonds durchgeführt. Den Fonds Baloise Swiss Property Fund, Realstone Swiss Property und Edmond de Rothschild Real Estate SICAV flossen dabei insgesamt mehr als 800 Mio. CHF zu. Im vierten Quartal dürften die Aktivitäten am Primärmarkt wieder zunehmen. Für kotierte Immobilienfonds sind derzeit zwar erst wenige Transaktionen bekannt, das angekündigte Volumen beläuft sich jedoch bereits auf rund 530 Mio. CHF (Q4 2025: > 1,1 Mrd. CHF). Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Wochen noch weitere Kapitalerhöhungen angekündigt werden.
Text: Thomas Marti und Florian Lemberger, SFP Swiss Finance & Property Group
Der Artikel in der Rubrik «Immobilienanlagen im Fokus» erscheint in Zusammenarbeit mit dem Schweizer Immobilien-Magazin Immobilien Business.

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