Infracore: IPO kommt zum Festpreis von 54 CHF

Kotierung an der SIX, Aktie rund 5% unter NAV bewertet

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Der Infracore gehört die Privatklinik Bethanien in Zürich. Bild: infracore.com
Der Infracore gehört die Privatklinik Bethanien in Zürich. Bild: infracore.com

Das Schweizer Immobilienunternehmen für Spital- und Gesundheitsinfrastruktur, die Infracore SA, hat den Prozess für einen Börsengang an der SIX Swiss Exchange gestartet. Die Aktien sollen zu einem festen Angebotspreis von 54 CHF pro Aktie ausgegeben werden. Bemerkenswert ist, dass der Ausgabepreis nach Angaben von Infracore rund 5,0% unter dem bereinigten Nettoinventarwert per Ende des 1. Quartals 2026 liegt. Die Zeichnungsfrist läuft seit dem 30. Juni und endet am 7. Juli. Als erster Handelstag ist der 10. Juli geplant.

Im Rahmen des IPO werden 3’703’703 neue Aktien aus einer Kapitalerhöhung für den Handel an der SIX bereitgestellt. Hauptaktionär MPT Switzerland Holdings wird zusätzlich bis zu 1’203’703 bestehende Aktien zum Kauf anbieten, wodurch insgesamt bis zu 5.6 Mio. Aktien emitiert werden. Zusätzlich kann MPT im Rahmen der Kursstabilisierung innerhalb von 30 Tagen bis zu 736’111 weitere Aktien aus seinem Besitz zuteilen lassen (Mehrzuteilungsoption). Beim Angebotspreis von 54 CHF ergibt sich eine Marktkapitalisierung von rund 826 Mio. CHF. Die Aevis Victoria Gruppe, die bisher 30,0% der Aktien sowie über 50% der Stimmrechte hält, werden keine Aktien im Rahmen des IPO verkaufen, so Antoine Hubert an einer Pressekonferenz am Dienstag, 30. Juni. Auch nach Ablauf der 180 Tage Lock-up-Frist sei Aevis nicht interessiert, Aktien zu veräussern, bekräftigte Hubert.

Für das Geschäftsjahr 2026 ist eine Bruttodividende von 45 Mio. CHF eingeplant (3.80 CHF pro Aktie), was auf Basis des Ausgabepreises von 54 CHF einer Rendite von 5,4% entspricht.

Frisches Kapital für Wachstum und Schuldenabbau

Durch das IPO erzielt das Unternehmen einen Bruttoerlös von rund 200 Mio. CHF. Mit diesem frischem Kapital sollen primär weitere Sale-and-Leaseback-Transaktionen sowie Entwicklungsprojekte im Schweizer Spitalmarkt finanziert werden. Ausserdem will Infracore mit dem Kapital Aktionärsdarlehen in Höhe von 55.2 Mio. CHF zurückzahlen.

Am Dienstag wurden zudem zwei Cornerstone-Investoren bekannt gegeben: Cohen & Steers UK Limited erwirbt Aktien im Gesamtbetrag von 35 Mio. oder 40 Mio. CHF – abhängig vom Free-Float-Niveau bei Abschluss des Angebots – während die Swiss Finance & Property Group AG für 40 Mio. CHF neue Aktien zeichnet.

Solides Geschäft mit hoher Rentabilität

Infracore hält, entwickelt und bewirtschaftet Spital- und Klinikimmobilien in der Schweiz und vermietet diese im Rahmen langfristiger Verträge an Betreibergesellschaften. Das Tochterunternehmen der Aevis Victoria Gruppe besitzt 47 Liegenschaften in 11 Kantonen mit einem Marktwert von 1.4 Mrd. CHF.

Im Jahr 2025 hat das Unternehmen hohe EBITDA-Margen (93,0%) und einen Funds from Operations (FFO) von 42.3 Mio. CHF erzielen können. Infracore verweist auch auf die Qualität des Portfolios: Die Immobilien sind zu 98,7% und damit voll vermietet, und die durchschnittliche Vertragsdauer liegt bei knapp 29 Jahren.

Eine IPO-Analyse zu Infracore auf schweizeraktien.net folgt am 6. Juli.

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