Aevis Victoria: Börsengang der Immobiliengesellschaft Infracore an der SIX geplant

200 Mio. CHF frisches Kapital

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Die Immobilie der Clinique Générale-Beaulieu in Genf ist eine der 47 Liegenschaften im Portfolio der Infracore. Bild: infracore.ch

Die auf Spitalimmobilien spezialisierte Immobiliengesellschaft Infracore plant einen Börsengang an der SIX Swiss Exchange. Der Emissionserlös soll vor allem das weitere Wachstum finanzieren, insbesondere im Bereich von Sale-and-Leaseback-Transaktionen mit Schweizer Spitalbetreibern, sowie für die Entwicklung bestehender Projekte verwendet werden. Zudem ist die Rückzahlung eines Aktionärsdarlehens von rund 55.1 Mio. CHF vorgesehen.

Sale-and Leaseback-Transaktionen im Fokus

Infracore wurde 1997 gegründet und bezeichnet sich als führenden Schweizer Spezialisten für Spitalimmobilien. Das Portfolio umfasst 47 Liegenschaften an 19 Standorten mit einem Marktwert von rund 1.4 Mrd. CHF. Im Geschäftsjahr 2025 erwirtschaftete das Unternehmen Mieterträge in Höhe von 66.1 Mio. CHF. Die Immobilien sind überwiegend langfristig und indexiert an Gesellschaften des privaten Spitalnetzwerks Swiss Medical Network, an der die Aevis Gruppe ebenfalls beteiligt ist, vermietet.

Als wichtigen Wachstumstreiber sieht Infracore das Sale-and-Leaseback-Geschäft. Dabei übernehmen Investoren die Immobilien von Spitälern und vermieten diese langfristig zurück. Angesichts des steigenden Finanzierungsdrucks im Gesundheitswesen dürfte dieses Modell nach Einschätzung des Unternehmens an Bedeutung gewinnen. Ein aktuelles Beispiel ist die im März 2026 angekündigte Infrastrukturpartnerschaft mit dem See-Spital in Horgen.

200 Mio. CHF frisches Kapital

Durch den Börsengang sollen dem Unternehmen rund 200 Mio. CHF zufliessen, die im Rahmen einer ordentlichen Kapitalerhöhung geschaffen werden. Ausserdem wird der grösste Aktionär des Unternehmens, die MPT Switzerland Holding, «allenfalls» bestehende Aktien verkaufen. Aevis Victoria als weiterer Hauptaktionär und MPT kündigten zudem an, dass sie «voraussichtlich» marktübliche Lock-up-Verpflichtungen eingehen werden.

Für den Börsengang hat sich Infracore bereits Zusagen von Ankerinvestoren gesichert. So wollen Fonds von Cohen & Steers je nach Höhe des Streubesitzes zwischen 35 Mio. und 40 Mio. CHF investieren. Die Swiss Finance & Property Group hat Investitionen von 40 Mio. CHF zugesagt. Insgesamt belaufen sich die Zusagen auf 75 Mio. bis 80 Mio. CHF.

Der Börsengang soll – abhängig vom Marktumfeld – in den kommenden Wochen stattfinden.

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